Disney Grimm Paris (iv)

Eine Reise ins Märchenland

Disney Grimm Paris (iv)

Die Nacht hat sich in ihr tiefschwarz blaues, weit ausgeschnittenes Kleid gehüllt, auf den Straßen ist 's, als ob man durch Russland liefe, alles voller Schnee. Hinter Wolkenbänken, die nur zu ahnen und zerrissen sind, sieht man ab und an den Mond hervor scheinen, annähernd voll. 4. Advent 2010. Still running to stand still. In Wahrheit aber, in Wahrheit... reden wir nicht über die Wahrheit. Wie hieß das bei Klee noch gleich? »Das hier ist für alle die, die sich verlieren...« Right on. It's x-mas-time.

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tado ink • 19.12.2010 | Lichtspiele | Kommentieren
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Über das Märchen

Ein Essay

Weihnachtszeit, Märchenzeit, da lassen auch wir uns nicht lumpen. »Disney Grimm Paris« läuft bereits, und nun hat David Séchard im Auftrag von der Kommandobrücke auch noch ein wenig im Archiv von Pop ’em up gewühlt und ist, wie könnte es anders sein, dort fündig geworden, wo er zumeist fündig wird: in den Papieren des Afanassij Stichijow: kein Märchen zwar, dafür aber etwas Schlaues über das Märchen. Auch schön. Märchen gibt es später.

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tado ink • 14.12.2010 | Stichijows Papiere | Kommentieren
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Disney Grimm Paris (iii)

Eine Reise ins Märchenland

Disney Grimm Paris (iii)

Ooooops ... da hätten wir über die vorweihnachtliche Hektik und den Stress doch beinahe vergessen, den dritten Teil von »Disney Grimm Paris« auf Sendung zu schicken. Morgen ist ja schon der 3. Advent. Gut, dass Jiminy Cricket anrief und fragte, ob der Film auch wirklich am Sonntag anliefe. Er habe seinem Zögling, ich wisse schon, diesem hölzernen Knaben, der ihm von der Blauen Fee anvertraut worden sei, noch eine kleine Lektion zu erteilen. Bitte schön.

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tado ink • 11.12.2010 | Lichtspiele | Kommentieren
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Waves

Camille

Überflüssig, ein weiteres Wort zu diesem Mädchen fallen zu lassen. Unter Seeleuten und Reisenden ist Camille hinlänglich bekannt. Eine Sirene, verbannt, irgendwo auf einem Felsen mitten im Kanal, allein. Manchmal spiele ich mir eines ihrer Lieder vor, allein. Es ist mir dann nicht selten, als ob ich verstünde, worum es auf dieser Fahrt geht und worauf es ankommt. Im nächsten Moment aber weiß ich schon wieder nicht mehr, was ich da glaubte, verstanden und begriffen zu haben. – Nur gut, dass niemand weiß...

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tado ink • 10.12.2010 | Logbuch | Kommentieren
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6. Dezember 1696

Eine Depesche

Wieder Schnee. An Deck, auf der Reling und den Masten liegt er fingerdick. Wer kann, meidet die Arbeit im Freien. Es ist bitterkalt draußen, dazu kommt ein stechender Wind aus Nordost. Wir halten Kurs. Die Stimmung ist ungeachtet des frühen Wintereinbruchs prächtig. Es ist, als ob jeder wüsste, dass es sich nur noch um Sekunden handeln kann, bis sich das ereignet, worauf die Mannschaft seit geraumer Zeit wartet. Gegen Abend traf übrigens noch eine Depesche ein, die verschlüsselt und an mich persönlich gerichtet war.

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tado ink • 06.12.2010 | Logbuch | Kommentieren
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Disney Grimm Paris (ii)

Eine Reise ins Märchenland

Disney Grimm Paris (ii)

Well, well, well, meine lieben Droogies, eine Woche ist schnell vorbei, erst eine, dann zwei, dann noch eine und eine Woche später steht schon das Christkind vor der Tür. Morgen haben wir den zweiten Advent, und Pop 'em up freut sich die Fortsetzung jener Reise ankündigen zu dürfen, die am 1. Advent begann und uns heute erneut in jene Gefilde entführen wird, in denen das Märchen dieser Tage seine Zelte aufgeschlagen hat: »Disney Grimm Paris« zum zweiten also. Viel Spaß dabei.

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tado ink • 04.12.2010 | Lichtspiele | Kommentieren
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Integriertes Revier

Ruhr.2010

„Endlich sind wa wieder wer!", krakeelten ausrangierte Knappen und Steiger von den schlummernden Schloten des Ruhrgebietes, als am 11. April 2006 die EU-Expertenjury Essen und einen Appendix namens Pott zur Kulturhauptstadt 2010 kürte. Kein Wunder, war die sich selbst (zu Recht, bei dreimal Hasi & Mausi in der Innenstadt) mit dem Prädikat „Einkaufsstadt" versehene Metropole Essen doch mit dem Spitzenmotto „Wandel durch Kultur – Kultur durch Wandel" in den Kampf um die kulturelle Vormachtstellung in Europa gezogen. Einziger Wermutstropfen, dass die erlangte Auszeichnung zu gleichen Teilen an die türkische Metropole Istanbul und die ungarische Kleinstadt Pécs ging.

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tado ink • 30.11.2010 | Frontberichte | Kommentieren
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Disney Grimm Paris (i)

Eine Reise ins Märchenland

Disney Grimm Paris (i)

Advent, Advent... Es ist wieder soweit, die Tage werden kürzer und kürzer, Väterchen Frost schüttelt bereits sein Haupt und der Weihnachtsmann wartet nur darauf, mit seinem Rentiergespann das Signal zum Aufbruch zu erhalten. Für alle die unter unseren Lesern, die nicht warten können oder aber noch in Stimmung kommen müssen, bringt Pop 'em up an diesen und den folgenden Adventssonntagen »Disney Grimm Paris«, den mittlerweile legendären Weihnachtsfilm aus dem Hause tado ink, und zwar in vier Teilen.

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tado ink • 27.11.2010 | Lichtspiele | Kommentieren
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Auf dem Weg in den Terror

Andreas Baader, Gudrun Ensslin und andere

Auf dem Weg in den Terror

„Eigentlich begann es (die RAF) in Paris; soweit Andreas Baader und Gudrun Ensslin maßgeblich waren. Das ist das Spannende. Die Parisbilder zeigen den Moment, wo sie in den Untergrund gehen, sich aus der Legalität verabschieden. Sie wissen noch gar nicht, was auf sie zukommt, aber sie haben sich die Haare geschnitten und haben sich anständige Jacken angezogen. Gleichzeitig kann jeder diesen Bildern den Unernst des Unternehmens ansehen. Es fehlt jede Militanz, jede Pistole, das ganze Barbarische, was man mit der RAF verbindet." So die taz am 28.01.2005 mit Blick auf Fotos, die Astrid Proll im November 1969 von Baader und Ensslin im Café Flore schoß. Es fragt sich freilich, ob zu diesem Zeitpunkt wirklich alles noch so offen war, wie die taz im Anschluss an Astrid Proll behauptet.

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tado ink • 24.11.2010 | 1969 | Kommentieren
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Schwarzer November

Terror im Reihenhaus

Am Samstagmorgen letzter Woche – wie lange mag das her sein, als ich dies schrieb, ein Jahr, zwei Jahre? wie auch immer: Am Samstagmorgen letzter Woche habe, las ich, ein junger Mann in einem Stadtteil Osnabrücks, in Schölerberg, für ein grauenhaftes Inferno gesorgt. Es sei, hieß es, gegen 5.55 Uhr in der Frühe gewesen, als der Mann mit einem Ford Mondeo in der Reihenhaussiedlung auftauchte und unversehens mit extremer Geschwindigkeit auf das Haus der Schwiegereltern zuhielt.

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tado ink • 23.11.2010 | Frontberichte | Kommentieren
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Samuel Beckett

Nobelpreis für Literatur

Samuel Beckett

Dass Samuel Beckett (*1906 †1989) im Jahr 1969 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde, wundert heute niemanden mehr. Schließlich hatte er sich mit seiner Prosa und mehr noch seinen Dramen, insbesondere ,Warten auf Godot' (1952) längst einen Namen in der Welt der Literatur gemacht; seine Stücke standen seit den 50er Jahren für große internationale Erfolge und gelten bis heute als Wegweiser des absurden Theaters. Für die damalige (Theater-) Gesellschaft hingegen kam die Preisverleihung einigermaßen unerwartet.

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tado ink • 21.11.2010 | 1969 | Kommentieren
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Atem

Samuel Beckett

1965 schrieb Samuel Beckett ‚Kommen und Gehen'. Das Stück dauert etwa drei Minuten und verwendet 123 gesprochene Worte. Offenbar gewann Beckett den Eindruck, daß selbst das noch viel zu viel sei. ‚Atem', als Vorspiel für Kenneth Tynans Revue ,Oh! Calcutta' konzipiert und 1969 in New York uraufgeführt, dauert genau 35 Sekunden und kommt gänzlich ohne Schauspieler und Worte aus. Pop 'em up bringt den vollständigen Text (einschließlich aller Bühnenanweisungen), nebst dem Kommentar von Al Alvarez.

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tado ink • 21.11.2010 | 1969 | Kommentieren
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Keine besonderen Vorkommnisse

19. November 1995

An Bord geht alles wie gehabt seinen Gang. Wir dümpeln auf dem Mid Atlantic Ridge so vor uns hin und wieder zurück. Das Murren und Grummeln innerhalb der Mannschaft hält sich in Grenzen, die Jungens verrichten, wie es sich gehört, ihren Dienst, halbwegs zuverlässig und präzise; des Abends gibt es eine Sonderration Rum und Spielfilme nach Wunsch und Laune. Der Einsatz des Offiziersstabes ist bemerkenswert und kann gar nicht hoch genug taxiert werden, insbesondere der von Cyborg 7.7, der beim Aufspüren und Entziffern der bizarren Signale, die uns seit geraumer Zeit erreichen, ein ums andere mal seinen Scharfsinn und sein Wissen unter Beweis stellt. – Ansonsten keine nennenswerten Vorkommnisse –, abgesehen vielleicht von einem Besuch, den ich gestern spät in der Nacht noch erhielt.

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tado ink • 18.11.2010 | Logbuch | Kommentieren
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Marshall McLuhan

Das Medium ist Massage

Marshall McLuhan

1969 ließ es sich nicht mehr übersehen: die Erde war zum globalen Dorf geworden, das noch unausgereifte Fernsehen deutete an, wie es die Welt verändern würde. Als am 20. Juni drei Amerikaner auf dem Mond landeten, saßen über eine halbe Milliarde Menschen vor den Fernsehern, fast überall auf der Welt. Das erste Mal in der Geschichte beobachtete die Menschheit sich selbst aus der Ferne, indem sie via TV vom Mond aus einen Blick auf den Planeten warf, den sie den ihren nennt, die Erde. 

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tado ink • 13.11.2010 | 1969 | Kommentieren
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Schlachterjunge

Prosa

Wie immer früh raus des Morgens, durch die Kälte über den Hof. Vor ihm dampfte bereits das Schlachthaus. Ihm aber lag der Geruch der Äpfel in der Nase, die in Unmengen, einer schöner als der andere, nebenan gespeichert lagen, zart auf dem Boden des Zimmers verteilt, das an seine Kammer grenzte. Hunderte von Äpfel, fein säuberlich aufgereiht, sodass die Luft sie umtänzeln konnte –, grün und rosig oder aber tiefrot, je nachdem wie sie durch den Sommer gekommen waren.

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tado ink • 08.11.2010 | Stichijows Papiere | Kommentieren
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Schattenriss

Nach George Benjamin

Schattenriss

Es hat lange gedauert, jetzt aber ist es endlich soweit. Pop ’em up freut sich, die Eröffnung der Kunstkammer bekanntgeben zu dürfen. Und womit? Mit einem Video-Clip – wie könnte es anders sein. Sein Sujet: eine Kunstkammer, oder genauer, wie die Kunstkammer von Pop ’em up  im Traum ausschaut. Jetzt. How to install a work of art. Eine Träumerei also, nicht mehr, nicht weniger. Mit Maurizio Cattelan als Schutzpatron. Eine Träumerei für den Anfang – wenigstens. Stibitzt.

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tado ink • 01.11.2010 | Kunstkammer | Kommentieren
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Deutscher Sonderweg

25. Oktober 1969

Ein goldener Oktober fürwahr, kalt zwar, um die 6 Grad, die Luft aber ist klar und heiter, die See liegt flach, umkost von den Strahlen der von Tag zu Tag flacher ihre Bahn ziehenden Sonne. Des Abends und am Morgen schleicht schwerer Nebel an Bord und steigt über den Ausguck hinaus bis in die Sterne, die verglimmen. Gut dass wir Amandus von N. haben; es gibt keinen besseren Steuermann als den Deutschen. Unter Deck, hörte ich, erzähle man sich des Abends bereits wieder Schaudergeschichten; die vom Fliegenden Holländer und seiner Senta sei nichts dagegen, ein Ammenmärchen, kaum mehr.

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tado ink • 26.10.2010 | Logbuch | Kommentieren
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Das Rudel

Joseph Beuys

Das Rudel

Wie sich in der heutigen Zeit Joseph Beuys (1921-1986) nähern, wenn man nicht allzu viel Ahnung von der Person Beuys und von dem Künstler Beuys hat? Man kommt nicht umhin, sich mit der Literatur zum Thema auseinanderzusetzen. In der Forschungsliteratur stößt man zuerst und vor allem auf ein verklärtes Beuys-Bild, das ihn zum Übervater der deutschen Moderne erhebt. Ein Image wird gepflegt, ein Klischee. Es entstand Anfang der 60er-Jahre...

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tado ink • 17.10.2010 | 1969 | Kommentieren
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’69

Ein paar Bemerkungen vorweg

’69

Alle Welt redet von '68. Wir nicht. Pop 'em up peilt etwas anderes an: 1969, das Jahr danach. Nicht unbedingt ein »magisches« Datum wie sein Vorläufer, und doch eines, das es faustdick hinter den Ohren hat. Ein »Jahr der Irrungen und Wirrungen, der Windungen und Wendungen«, befand Dieter Kunzelmann bereits, Giacomo Feltrinelli erklärte es postwendend zu dem »Schicksalsjahr« der Nachkriegsperiode. Geläufig ist die Vorstellung, 1969 sei das Jahr, in dem die Swingin' Sixties ihr finsteres Ende fanden, um einiges weniger die, wonach nicht eigentlich '68, sondern 1969 die Schwelle markiere, mit der eine neue, bis heute andauernde Epoche anhebt: »The Year Everything Changed« (Rob Kirkpatrick). Pop 'em up wird sich hüten, dem Urteil der Leser vorzugreifen, es lädt vielmehr dazu ein, über '69 nachzudenken, über 1969 als Datum und Dinge, die mit ihm zusammenhängen.

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tado ink • 09.10.2010 | 1969 | Kommentieren
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Zwischenmeldung

9. Oktober 2010

Wo sind wir? was ist passiert? treiben wir noch durch Zeit und Raum? und der Atlantik, der Westen? wo liegt er? Aus tiefen Traum erwacht, stoße ich auf eine Nachricht. Sie liegt auf dem Nachttisch und stammt von Séchard. »Halte es einfach nicht mehr aus. Werde heute Nacht »1969« starten. Ich erwähnte das Projekt. Ein Portal für alle und keinen, ein Datum als Treffpunkt, um über die Geschichte nachzudenken und die Art und Weise über sie zu schreiben. Sie werden sich erinnern. Falls es Einwände gibt, bitte eine kurze Meldung.«

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tado ink • 09.10.2010 | Logbuch | Kommentieren
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Altweibersommer

Drei Gedichte

Seit Wochen tut sich nichts. Es herrscht reichlich Langeweile an Bord. Der Captain ist für niemanden zu sprechen. Es heißt, er habe sich in die Studierstube verkrochen, um Forschungen nachzugehen, die keinen Aufschub dulden. Dann eben ohne ihn und sein Einverständnis. Ich, David Séchard, Nachrichtenoffizier auf der Mortobello, erlaube mir das Schweigen zu durchbrechen, in das Pop 'em up seit geraumer Zeit verfallen ist, und zwar mit nicht mehr und nicht weniger als drei Gedichten von Afanassij Stichijow. Unverfängliches Zeug, wie mir von mehreren Seiten versichert wurde.

Altweibersommer

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tado ink • 29.08.2010 | Stichijows Papiere | Kommentieren
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11. Juni 1854

Tag und Nacht

Immer das Gleiche, Tag und Nacht. Wir rollen auf der Dünung vor und zurück, warten, dass was passiert. Aber es passiert nichts. Gut, dass die Apparate funktionieren und die Mannschaft auf Posten ist. Des Nachts vertreiben wir die Anspannungen des Tages mit Nichtstun. Und ich fürchte, es wird so bleiben. Mindestens noch die nächsten drei Wochen. Mein Gespräch mit Cyborg 7.7 war übrigens nicht sonderlich ergiebig. Immerhin...

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tado ink • 21.07.2010 | Logbuch | Kommentieren
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Alejandro

Lady Gaga

Alejandro

Es führt kein Weg an ihr vorbei, zumal jetzt, da es so heiß ist, eine kühle Brise aus dem kochenden New York, Madonna hoch Zwei, oder die Bizarrerien der Club Culture in Pop gekehrt: Lady Gaga, die Königin des Urban Style, Metropolis revisited, ein Geschöpf wie aus der Werkstatt Alexander McQueens (Gott hab ihn selig!). Aber sehen sie selbst, schauen Sie herein: auch Pop ’em up bringt für heute und fürs nächste ...

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tado ink • 16.07.2010 | Lichtspiele | Kommentieren
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Weiter vor und zurück

21. Juni 1854

Wir dümpeln weiter auf dem Mid Atlantic Ridge herum, halten die Mortobello auf Höhe des Wendekreises des Krebses. Wie lange das noch nötig sein wird, weiß keiner an Bord. Eine Frage der Gnade, wie Cyborg 7.7 sagt. Es kann noch Wochen dauern, vielleicht aber bereits morgen früh vorbei sein. Oder aber jetzt.

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tado ink • 02.07.2010 | Logbuch | Kommentieren
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Süße kleine Mädel

Notizen

Süße kleine Mädel

Apropos Lena Meyer-Landruth – falls noch jemand am Phänomen interessiert sein sollte. Pop 'em up hat in den Papieren Stichijows ein einzelnes Blatt entdeckt, auf dem sich eine Notiz und etliche Zitate finden, die taugen, dem Phänomen Lena auf die Schliche zu kommen. Alles andere als eine unschuldige Veranstaltung, mehr als einfach nur ein Medien-Hype. Afanassij Stichijow kannte Lena natürlich nicht. Und doch... Vorsicht! Pop 'em up bringt das Blatt Stichijows unzensiert.

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tado ink • 14.06.2010 | Stichijows Papiere | Kommentieren
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