11. Januar 2010

Frost

Von wegen die See – Schnee, so weit das Auge reicht. Es hat schon wieder angefangen zu schneien. Wie schön. Den Winterurlaub können wir uns sparen. Ich hatte eh keine Lust, mir kalte Füße zu holen. Nichts schlimmer als das. Schon als Kind war mir nichts mehr zuwider als kalte Füße.

Die Hölle, das wäre für mich, auf ewig kalte Füße haben. Das ist das Schlimmste, was ich mir vorstellen kann. In etwa, heute zumal. Man kann das Ganze natürlich noch ein wenig erweitern und verfeinern. Kalter Regen dazu, feucht, kaum etwas am Leib, die Temperatur auf 3 Grad festgesurrt. So in etwa sieht sie aus, die Hölle, meine, wie gesagt. Verglichen damit ist die Lage faktisch wunderbar. Draußen schneit es, hier drinnen ist es trocken und warm. Jim Hawkins hat mächtig eingefeuert. Er meint es gut, der Junge. Die Greenwich-Linie liegt hinter uns. Wir halten auf die Straße von Dover zu. Und dann, nach dem Kanal, Kurs Süd-Süd-West.

11. Januar 2010

Albert Watson: Jack Nicholson

tado ink | 12.01.2010 | Logbuch
comments powered by Disqus