Amy Winehouse

Andenken

Live fast, die young! Lange bevor Amy Winehouse das Zeitliche segnete, war sie bereits auf ihrer eigenen Beerdigung zu sehen: »Back to Black«. Ein Film nur, ein Videoclip, ein Zeichen aber auch – eine Herausforderung des Todes. Born bad. Das Muster ist stets dasselbe, ein Klischee fast –, und fällt doch immer wieder anders aus. Einer oder wie im Falle Winehouse eine wird zur Schlachtbank geführt und kann sich nicht wehren, nur singen, wenn sie denn singen kann, sublim und intensiv, während hinter den Kulissen bereits die Messer gewetzt werden. Ihr Schicksal: zur Göttin aufzusteigen, »unsterblich« zu werden: eine Epiphanie des Zeitgeistes, ebenso glamourös wie flatterhaft. – Um dem würdig zu sein, zerstörte Amy Winehouse sich selbst. Sie musste und wollte sterben. So der Verdacht. Bleibt die Frage, wer all das angeordnet, den Opfergang befohlen hat? Und in wessen Namen er schließlich durchgeführt wurde?

 

tado ink | 29.02.2012 | Kunstkammer
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