“Kinderliteratur”

Anton Tschechow

Die sogenannte Kinderliteratur mag ich nicht und erkenne ich nicht an. Kindern soll man das geben, was sich auch für Erwachsene eignet. Andersen, die Fregatte Pallas, Gogol werden von Kindern gern gelesen, wie auch von Erwachsenen.

Man sollte nicht für Kinder schreiben, sondern es fertigbringen, auszuwählen aus dem, was bereits für die Erwachsenen geschrieben ist, d.h. aus echten künstlerischen Werken; es fertigbringen, die Arznei auszuwählen und zu dosieren – das ist zweckmäßiger und direkter, als sich für einen Patienten irgendeine besondere Arznei auszudenken, nur weil er ein Kind ist.

 

“Kinderliteratur”

 

 

tado ink | 27.06.2012 | Stichijows Papiere
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