Schöne Bescherung

Heiligabend und danach

Die frohe Botschaft zuerst: die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland sinkt offenbar rapide. So das BKA. In Rom haben derweil Femen-Aktivistinnen, wie immer barbusig, versucht, das Christuskind aus der Krippe zu entführen, die vor dem Peters-Dom steht; es sollte vor dem Missbrauch bewahrt werden, der ihm in der katholischen Kirche droht. Was nicht ganz unbegründet ist, ...

 

..., bedenkt man, daß der Pontifex Maximus, unser allseits geliebter Papst Franziskus, sich anläßlich Weihnachten zu der Botschaft verstieg, es sei Jesus höchstselbst, der einem aus dem Antlitz eines jeden Flüchtlingskinds entgegen schaue, das dieser Tage, von Bomben bedroht und den Eltern verlassen, durch die Welt irrt. Was für eine Blasphemie! Kein Zufall, daß sich der Chefredakteur der „WeltN24"-Gruppe, Ulf Poschardt, Heiligabend bereits veranlasst sah, über Twitter die Frage aufzuwerfen: „Wer soll eigentlich noch freiwillig in eine Christmette gehen, wenn er am Ende der Predigt denkt, er hat einen Abend bei den Jusos bzw. der Grünen Jugend verbracht?" Und unser Bundespräsident, der Frank Walter, der Steinmeier, der traute augenscheinlich seiner eigenen Weihnachtsansprache nicht, jedenfalls blickte er bei seiner um Vertrauen in die „große Politik" werbenden Rede dem TV-Publikum nicht ein einziges Mal ins Gesicht. Er hatte nur Augen für den Teleprompter: es schien, als ob er schielte. Unfreiwillig, versteht sich, demonstrierte er so, woran es in Berlin hapert: am Mut, dem Volk und dem, was es bewegt, offen und unverwandt ins Auge zu blicken.

 

Schöne Bescherung

Tintoretto: Anbetung der Hirten | 1580

tado ink | 24.12.2017 | Logbuch
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