Siehe, den Ungläubigen ist’s gleich

Post Epiphanias

5. Siehe, den Ungläubigen ist's gleich, ob du sie warnst oder nicht warnst, sie glauben nicht.
6. Versiegelt hat Allah ihre Herzen und Ohren, und über ihren Augen ist eine Hülle, und für sie ist schwere Strafe.

7. Etliche der Menschen sprechen wohl: „Wir glauben an Allah und an den Jüngsten Tag"; doch sind sie keine Gläubigen.
8. Betrügen wollen sie Allah und die Gläubigen, und nur sich selber betrügen sie und wissen es nicht.
9. Ihre Herzen sind krank, und Allah mehrt ihre Krankheit, und für sie ist schwere Strafe für ihre Lügen.
10. Spricht man zu ihnen: „Stiftet nicht Verderben auf der Erde", so sprechen sie: „Wir sind ja die Rechtschaffenen."
11. Ist's aber nicht, daß sie die Verderbensstifter sind? Doch wissen sie's nimmer.
12. Spricht man zu ihnen: „Glaubet, wie die Leute gläubig wurden", so sprechen sie: „Sollen wir glauben, wie die Toren glaubten?" Ist's aber nicht, daß sie die Toren sind? Doch begreifen sie's nicht.
13. Wenn sie mit den Gläubigen zusammentreffen, so sprechen sie: „Wir glauben"; sind sie jedoch allein mit ihren Satanen, so sprechen sie: „Siehe, wir stehen zu euch und treiben nur Spott."
14 Allah wird sie verspotten und weiter in ihrer Rebellion verblendet irre gehen lassen.
15. Sie sind's, die erkauft haben den Irrtum für die Leitung, doch brachte ihr Geschäft ihnen keinen Gewinn, und nimmer waren sie geleitet.
16. Sie gleichen dem, der ein Feuer anzündet; und so es alles ringsum erleuchtet, nimmt Allah ihr Licht von hinnen und läßt sie in Finsternissen, daß sie nicht sehen.
17. Taub, stumm und blind, so tun sie nicht Buße.
18. Oder gleich einer Wetterwolke vom Himmel, geschwängert von Finsternissen, Donner und Blitz ... ihre Finger stecken sie in ihre Ohren vor den krachenden Schlägen in Todesgrausen, aber Allah umgibt die Ungläubigen.
19. Der Blitz benimmt ihnen fast das Augenlicht; sooft er aufflammt, wandeln sie in ihm, erlischt er jedoch über ihnen, so stehen sie da; und so Allah wollte, raubte er ihnen Gehör und Gesicht, denn Allah hat Macht über alle Dinge. O ihr Menschen, dienet euerm Herrn, der euch und die Früheren erschaffen; vielleicht fürchtet ihr ihn.
20. Der euch die Erde zu einem Bett gemacht und den Himmel darüber erbaut, und vom Himmel Wasser herniedersandte und durch dieses Früchte Früchte hervorbrachte zu eurer Nahrung. Stellt ihm daher nicht Götter zur Seite, wo ihr's wisset.
21. Und so ihr in Zweifel seid über das, was wir auf unsern Diener herniedersandten, so bringt eine gleiche Sure hervor und rufet eure Götzen zu Zeugen, so ihr wahrhaft seid.
22. Wenn ihr's jedoch nicht tut – und ihr vermögt es nimmer – so fürchtet das Feuer, dessen Speise Menschen und Steine sind und das bereitet ward für die Ungläubigen.

 

Siehe, den Ungläubigen ist’s gleich

 

[aus der zweiten Sure des Koran, überschrieben 'Die Kuh' (5-22); zit. n. Der Koran. Aus dem Arabischen von Max Henning, Stuttgart 1960, S. 26f.]

 

tado ink | 09.01.2015 | Frontberichte
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