Über das Gute

Wassilij Grossman

Die Mehrzahl der auf der Welt lebenden Menschen verschwendet keinen Gedanken an die Bestimmung des ‹Guten›. Worin besteht das Gute? Für wen ist es gut? Von wem kommt es? Gibt es ein übergreifendes Gutes, das für alle Menschen gilt, für alle Generationen, für alle Lebenssituationen? Oder ist, was für mich gut ist, für dich schlecht, was für mein Volk gut ist, für deines schlecht? Ist das Gute ewig, unveränderlich, oder ist, was gestern gut war, heute schlecht, und was gestern schlecht war, heute gut?

Kommt die Zeit des letzten Gerichts, machen sich nicht nur Philosophen und Prediger Gedanken über Gut und Böse, sondern alle Menschen, gebildete wie ungebildete.

Sind die Menschen im Laufe der Jahrtausende in ihren Vorstellungen vom Guten vorangekommen? Gibt es einen für alle Menschen, ob Griechen oder Juden, gleichermaßen gültigen Begriff des Guten, wie das die Evangelisten annahmen, einen für alle Klassen, Nationen und Staaten geltenden Begriff des Guten? Oder ist dieser Begriff vielleicht noch umfassender, gilt er auch für Tiere, Bäume und für das Moos? Ist er so umfassend, wie Buddha und seine Jünger glaubten und glauben, jener Buddha, der, um zu einem Leben voller Güte und Liebe zu gelangen, das Leben schließlich negieren mußte?

Ich sehe: Die in den Jahrhunderten entstandenen Vorstellungen der moralisch-geistigen Führer der Menschheit engten den Begriff des Guten immerzu ein.

In den christlichen Vorstellungen, durch fünf Jahrhunderte von den buddhistischen getrennt, wird das Gute allein allein dem Lebendigen zugeordnet und erfaßt nur den Menschen!

Das, was die ersten Christen als das für die gesamte Menschheit geltende Gute ansahen, wurde im laufe der Zeit durch etwas ersetzt, was für die Christen, und nur für sie, gut war; daneben gab es dann auch das Gute der Moslems und der Juden.

Aber die Jahrhunderte vergingen, und das Gute der Christen zerfiel in das Gute der Katholiken, das Gute der protestanten, das Gute der Orthodoxen und dieses wiederum in das Gute der Altgläubigen und das der Reformierten.

Daneben existierte das Gute der Reichen und das der Armen, das Gute der Gelben, der Schwarzen und der Weißen.

Immer kleiner und kleiner wurden die Stückchen – Sekten, Rassen, Klassen; alles, was außerhalb des geschlossenen Kreises lag, konnte nicht das Gute sein.

Und die Menschen sahen, daß viel Blut für dieses kleine, ungute Gute vergossen wurde; im Namen eben dieses Guten wurde alles bekämpft, was in seinem Lichte böse war.

So wurde der Begriff des Guten nicht selten zu einem größeren Übel für die Menschheit als das bekämpfte Übel selbst.

Das so begriffene Gute ist weiter nichts als eine leere Hülse, aus der die heilige Frucht herausgefallen ist. Wer gibt den Menschen die verlorene Frucht wieder?

Was aber ist das Gute? Man hat gesagt: Gut ist eine Idee und die mit dieser Idee verbundene Tat, wenn sie der Menschheit, der Familie, der Nation, dem Staat, der Klasse, der Religion etc. zum Ruhm, zum Besten gereicht.

Diejenigen, die für ihr privates Gutes kämpfen, bemühen sich, ihm den Anschein der Allgemeingültigkeit zu verleihen. Sie sagen: mein Gutes ist nicht für mich, sondern für alle gut und notwendig. Wenn ich für mich das Gute tue, dann diene ich dem Gemeinwohl.

Mit anderen Worten, die betreffende Sekte, Klasse, Nation oder der Staat versuchen, ihrem relativ Guten per Definition eine falsche absolute Gültigkeit zu verleihen, die den Kampf gegen all das, was nach dieser Definition böse ist, rechtfertigt.

Herodes hat nicht um des Bösen, sondern um seines persönlichen Guten willen Blut vergossen. Eine neue Kraft war in die Welt gekommen, die ihn, seine Familie, seine Günstlinge und Freunde, seine Herrschaft und sein Heer mit dem Untergang bedrohte.

Doch diese Kraft war nicht böse: Es war das Christentum. Noch nie hatte die Menschheit solche Worte vernommen: ‹Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet ... Denn mit dem Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden ... und mit dem Maße, mit dem ihr messet, wird euch gemessen werden ... Liebet Eure Feinde ... tut Gutes denen, die euch hassen ... Segnet, die euch fluchen und betet für die, welche euch verleumden ... Und wie ihr wollt, daß euch die Leute tun, so sollt auch ihr ihnen tun. Denn das ist das Gesetz.›

Was hat den Menschen aber diese Lehre des Friedens und der Liebe gebracht? – Den byzantinischen Bilderstreit, die Folter der Inquisition, den Kampf gegen die Ketzerei in Frankreich, Italien, Flandern und Deutschland, den Kampf zwischen Protestantismus und Katholizismus, die Leiden der Mönchsorden, den Kampf zwischen Nikon und Awwakum, ein jahrhundertelanges Joch für Wissenschaft und Freiheit, die christliche Ausrottung der heidnischen Bevölkerung Tasmaniens, Gauner und Schurken, die die Negerdörfer in Afrika anzündeten ... All das hat mehr Leid über die Betroffenen gebracht als alle Missetaten von Räubern und Verbrechern, die das Böse um des Bösen willen tun.

So sieht die erschütternde und beschämende Bilanz der menschlichsten aller Lehren der Menschheit aus; auch sie ist den Weg aller Beglückungsdoktrinen gegangen und hat sich in kleine und kleinste Kreise aufgespalten, in denen jeweils ein anderer Begriff des Guten gilt. Die Grausamkeit des Lebens fördert in großen Herzen das Gute zutage; sie geben dann das Gute zurück an das Leben in dem Bestreben, dieses Leben gemäß den dem in ihnen wohnenden und lebendigen Guten umzugestalten; doch die gute Idee geht unter im Sumpf des Lebens; sie spaltet sich auf, verliert ihren allgemeingültigen Charakter und dient nur noch dem jeweiligen Tag, anstatt das Leben nach ihrem schönen, aber unfruchtbaren Modell zu formen.

Das Leben wird vom Bewußtsein des Menschen stets als Kampf des Guten gegen das Bösen verstanden – zu Unrecht! Die Menschen, die das Gute für die Menschheit wollen, haben nicht die Macht, das Böse im Leben zu vermindern. Wir brauchen neue, große Ideen, müssen ein neues Flußbett graben durch Steine, durch Felsen und Wälder; wir brauchen Träume von einem alles umfassenden Guten, damit die großen Wasser friedlich fließen können. Wenn das Meer denken könnte, dann würde jeder Sturm in seinen Wassern die Idee und den Traum vom Glück wecken, und jede Meereswoge, die an einem Felsen zerschellt, würde glauben, daß dies zum Wohle des Meeres geschehe; es würde ihr nicht in den Sinn kommen, daß die Kraft des Sturmes sie hochgehoben hat, wie sie vor ihr schon Tausende von Wogen hochgehoben hat, die wie sie zerschellt sind, und nach ihr noch Tausenden das gleiche Schicksal bereiten wird.

Es sind viele Bücher darüber geschrieben worden, wie man mit dem Bösen umzugehen hat, und was gut, was böse ist.

Aber das traurige Fazit von ihnen allen ist unbestreitbar dies: Dort, wo das Gute auftaucht, das Gute, das ewig ist und nie dem Bösen unterliegen wird, jenem Bösen, das ebenfalls ewig ist, aber niemals das Gute überwinden wird, dort sterben Alte und Junge, und Blut wird vergossen. Nicht nur die Menschen, auch Gott ist unfähig, das Böse in der Welt zu vermindern.

‹Horch, in Rama hört man Klagen und bitteres Weinen: Rachel beweint ihre Kinder, will sich nicht trösten lassen – ihre Kinder, denn sie sind nicht mehr.› Und ihr, die ihre Kinder verlor, ist es gleichgültig, was die Weisen für gut und für böse halten.

Ist dann aber vielleicht das Leben an sich böse?

 

Über das Gute

Stalingrad, Dezember 1942

 

Ich habe die unerschöpfliche Kraft der Idee des Guten in meinem eigenen Land beobachten können. Ich habe diese Kraft während der allgemeinen Kollektivierung und ich habe sie im Jahre 1937 beobachtet. Ich habe beobachtet, wie im Namen eines Ideals, das ebenso schön und menschlich ist wie das des Christentums, Menschen vernichtet wurden; ich habe ganze Dörfer den Hungertod erleiden und Bauernkinder im sibirischen Schnee sterben sehen; ich habe erlebt, wie Hunderttausende von Frauen und Männer aus Moskau, Leningrad, aus allen Städten Rußlands nach Sibirien geschafft wurden, weil sie angeblich Feinde der großen und hehren Idee des Guten waren. Diese Idee war schön und groß, und sie hat die einen erbarmungslos niedergemäht und die anderen für ihr Leben ruiniert; sie hat den Männern ihre Frauen, den Vätern ihre Kinder entrissen.

Jetzt bedroht der deutsche Faschismus die Welt. Die Luft ist erfüllt von den Seufzern und dem Wehgeschrei der Gefangenen. Der Himmel hat sich verfinstert, die Sonne ist im Rausch der Verbrennungsöfen untergegangen.

Doch auch diese nicht nur für das gesamte Universum, sondern sogar für die Menschen auf Erden völlig neuen und unerhörten Verbrechen werden im Namen des Guten verübt.

Einst, als ich noch in den Wäldern des Nordens lebte, habe ich mir eingebildet, das Gute sei nicht im Menschen, nicht in der räuberischen Welt der Tiere und Insekten zu suchen, sondern im stummen Reich der Bäume. Aber weit gefehlt! Ich habe die Entwicklung des Waldes, seinen heimtückischen Kampf mit Gras und Büschen um jeden Millimeter Boden beobachtet. Milliarden fliegender Samen töten das Gras, wenn sie aufgehen, ersticken die friedlichen Büsche; dann beginnen Millionen Sprosse der siegreichen Saat sich gegenseitig zu bekämpfen, und nur diejenigen, die überleben, bilden die geschlossene Decke des jungen, dem Lichte zustrebenden Waldes, gehen miteinander das Bündnis der Ebenbürtigen ein. Unter ihrer Decke schmachten Fichten und Buchen im finsteren Kerker.

Doch auch den im Lichte sich Sonnenden schlägt einmal die Stunde; schwerbeladene Fichten durchstoßen die Decke und versetzen Erlen und Birken den Todesstoß.

So lebt der der Wald im ewigen erbarmungslosen Kampf aller gegen alle. Nur Blinde suchen das Gute im Reich der Bäume und Gräser. Ist also doch das Leben an sich böse?

Wenn das Gute nicht in der Natur, nicht in den Predigten der Propheten, nicht in den Lehren der großen Soziologen und Volksführer und nicht in der Ethik der Philosophie liegt, wo dann? – Es liegt in den Herzen der einfachen Menschen; sie lieben alles Lebendige und schonen instinktiv das Leben, suchen nach einem harten Arbeitstag die Wärme des heimischen Herdes und nicht die der Scheiterhaufen auf öffentlichen Plätzen.

Neben dem fürchterlichen Großen Guten gibt es also die schlichte menschliche Güte. Es ist die Güte der Greisin, die dem Gefangenen ein Stück Brot zusteckt, die Güte des Soldaten, der einem verwundeten Feind seine Feldflasche reicht, die Güte der Jugend gegenüber dem Alter, die Güte des Bauern, der einen alten Juden in der Scheune versteckt. Es ist die Güte jener Wächter, die ihre eigene Freiheit aufs Spiel gesetzt haben, um nicht etwa Gesinnungsgenossen, sondern Müttern und Frauen die Briefe ihrer gefangenen Männer und Söhne zu überbringen.

Das ist die echte Güte des einzelnen gegenüber einem anderen einzelnen, die kleine Güte, die keine Zeugen hat und keine Idee; man könnte sie die unbedachte Güte nennen; Güte des Menschen außerhalb des religiösen und gesellschaftlichen Guten.

Wenn wir darüber nachdenken, werden wir feststellen: Die unbedachte, private, zufällige Güte ist ewig, immerwährend. Sie erstreckt sich auf alles Lebendige, sogar auf die Maus und den gebrochenen Zweig eines Baumes, den ein Passant zurechtbiegt, damit er wieder anwachsen kann.

In diesen grauenvollen Zeiten, in denen zur größeren Ehre von Staaten und Nationen und von einem weltweiten Guten der Wahnsinn herrscht, in denen die Menschen nicht mehr Menschen gleichen, sondern Ästen, die vom Wind hin- und hergebogen werden, und Steinen, die, andere Steine mit sich reißend, Schluchten und Täler füllen, in dieser Zeit ist die unscheinbare, unbedachte Güte wunderbarerweise nicht verschwunden.

Ein deutsches Strafkommando kommt in ein Dorf. Am Vorabend sind auf der Straße zwei deutsche Soldaten getötet worden. Abends haben sie die Frauen zusammengetrieben und ihnen befohlen, am Waldrand eine Grube auszuheben. Bei einer älteren Frau haben sich einige Soldaten einquartiert. Ihren Mann hat die Polizei mit weiteren zwanzig Bauern abgeholt. Sie kann nicht schlafen; die Deutschen haben im Vorratsraum einen Korb Eier und eine Flasche Schnaps gefunden, haben selbst den Ofen eingeheizt, die Eier gebraten und Schnaps getrunken. Dann holt einer von ihnen, ein älterer, seine Mundharmonika heraus, die anderen stampfen mit den Füßen den Takt und singen dazu. Die Wirtin ignorieren sie, als wäre sie kein Mensch, sondern eine Katze. Als es dämmert, beginnen sie, ihre MGs zu putzen; der Ältere kommt gegen den Abzug und schießt sich in den Bauch. Es gibt eine Riesenaufregung. Irgendwie verbinden sie den Kameraden und legen ihn aufs Bett. Dann müssen sie alle zum Appell. Sie bedeuten der Frau, den Verwundeten zu versorgen. Sie sieht sofort, daß es ganz leicht wäre, ihn zu ersticken. Er murmelt, schließt die Augen, weint und schmatzt mit den Lippen. Plötzlich öffnet er die Augen und sagt ganz deutlich: «Mütterchen, Wasser» – «Verfluchter Kerl, ersticken sollt' ich dich», murmelt die Frau und gibt ihm Wasser. Er packt sie am Arm und bedeutet ihr, ihn aufzurichten; das Blut erstickt ihn sonst. Er klammert sich an ihren Hals, sie hilft ihm hoch. Dann hört man Schüsse im Dorf. Die Frau fährt zusammen.

Später erzählt sie, wie alles war, aber niemand versteht sie, nicht einmal sie selbst kann es sich erklären.

Das ist die Güte, die wegen ihrer Unbedachtheit in der Sage des Einsiedlers ist, der die Schlange an seiner Brust wärmt; es ist die Güte, die das leben der Tarantel schont, obwohl sie das Kind gestochen hat – eine unbedachte, blinde, ja schädliche Güte.

Die Menschen führen gern Beispiele aus Sagen und Erzählungen an, die beweisen sollen, wie gefährlich diese unbedachte Güte sein kann. Dabei ist sie ebenso harmlos wie ein Süßwasserfisch im Meer. Wenn sie auch hin und wieder der Gesellschaft, der Klasse, der Rasse oder dem Staat schadet, so verblassen diese Schäden doch völlig vor dem strahlenden Licht, das von ihren Urhebern ausgeht.

Sie, diese unbedachte Güte, ist das Menschliche im Menschen. Das Leben ist nicht böse, lehrt sie. Sie ist stumm und unbedacht, instinktiv und blind. Sobald das Christentum sie in die Lehre der Kirchenväter einzubeziehen versuchte, begann sie zu verblassen; das Korn kehrte in seine Hülse zurück. Sie ist mächtig, diese Güte, solange sie in der Verborgenheit des menschlichen Herzens wohnt und nicht zur Waffe und Ware der Prediger wird, solange ihr Gold nicht zur Münze der Heiligkeit geprägt wird. Sie ist so einfach wie das Leben. Selbst Jesus hat ihr durch seine Worte die Kraft genommen.

Da ich aber bereits an dem Guten zweifle, das der Mensch hervorgebracht hat, habe ich mich auch der Zweifel an seiner Güte nicht erwehren können. Ihre Ohnmacht enttäuschte mich! Was nützt sie, wenn sie doch nicht ansteckend ist.

Sie hat keine Macht, ist schön, aber machtlos wie der Tau.

Wie kann man ihr zur Macht verhelfen, ohne sie auszulöschen, zu verlieren, wie sie die Kirche ausgelöscht und verloren hat? Die Güte ist nur mächtig, solange sie ohnmächtig ist Kaum versucht der Mensch, ihr Macht zu verleihen, verblaßt sie und geht verloren.

Jetzt erkenne ich die wahre Macht des Bösen. Der Himmel ist leer. Auf Erden ist nur der Mensch. Wie also sollte man des Bösen Herr werden? Mit den Tropfen des lebendigen Taus, mit der menschlichen Güte? Aber diese Flamme kann man nicht mit dem Wasser sämtlicher Meere und Wolken löschen, nicht mit allen Tautropfen, die von den Tagen der Evangelisten bis heute gesammelt wurden.

Je weiter sich mir aber die Abgründe des Faschismus geöffnet haben, desto klarer habe ich erkannt – das Menschliche ist unausrottbar; es existiert selbst noch am Rande der blutigen Lehmgrube, an der Tür zur Gaskammer.

Ich habe meinen Glauben in der Hölle erhärtet. Mein Glaube ist aus dem Feuer der Verbrennungsöfen geboren, hat den Beton der Gaskammern durchstoßen. Ich habe erkannt, daß nicht der Mensch machtlos ist gegenüber dem Bösen, sondern das mächtige Böse ist machtlos gegenüber dem Menschen. In der Ohnmacht der unbedachten Güte liegt das Geheimnis ihrer Unsterblichkeit. Sie ist unbesiegbar. Je einfältiger, unbedachter und hilfloser sie ist, desto mächtiger ist sie. Vor ihr schwindet die Macht des Bösen: Propheten, Prediger, Reformatoren, Führer – sie alle sind ihr gegenüber machtlos. Sie ist die blinde, stumme Liebe – der Sinn des Menschen.

Die Geschichte der Menschheit ist nicht die des Kampfes zwischen Gut und Böse, sondern die des Kampfes zwischen dem sogenannten Guten und jenem kleinen Körnchen Menschlichkeit. Wenn selbst unter den heutigen Bedingungen das Menschliche im Menschen nicht abgetötet werden kann, dann kann und wird das Böse niemals den Sieg davontragen.

 

 

»Ikonnikows Aufzeichnungen«, in: Wassilij Grossman: Leben und Schicksal, hrsg. v. Efim Etkind u. Simon Markish, München u. Hamburg 1984, S. 425-431.

tado ink | 04.04.2014 | Stichijows Papiere
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