Unter dem Schatten der Schwerter

Ein Bericht

Es geschah an einem ganz gewöhnlichen Wochentag, an einem Dienstag im Juli. Die Messe, die Père Jacques Hamel an diesem Morgen unweit von Rouen las, war nicht eben gut besucht. Auf den Bänken der kleinen Kirche von Saint-Étienne-du-Rouvray, hatten sich gerade mal fünf Gläubige eingefunden, allesamt betagt –, wie Pfarrer Hamel auch, der sich lange schon im Ruhestand befand, aber stets bereit war auszuhelfen, wenn Not am Manne war –, wie eben jetzt, da die großen Ferien angebrochen waren.

Unter den Kirchgängern waren drei Barmherzige Schwestern vom Orden des heiligen Vinzenz von Paul. Eine von ihnen diente Père Hamel als Ministrant.

Die Lesung des Evangeliums war gerade verklungen, die Gläubigen saßen schweigend auf den Bänken und harrten der Wandlung, die da kommen sollte, als zwei junge Männer plötzlich durch einen Seiteneingang in die Kirche gestürmt kamen und lauthals »DAESH« schrieen. ...

 

Unter dem Schatten der Schwerter

 

Wer den Bericht zu Ende lesen möchte, wird sich bis zum Ende des Jahres gedulden müssen. Der Text erscheint gedruckt in: Tumult. Vierteljahresschrift für Konsensstörung (Winter 2016/17).

tado ink | 16.08.2016 | Frontberichte
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