Unterwegs

Zwischenmitteilung

Und so zieh ich denn meiner Wege, bergauf, bergab, über Ebenen, die kein Ende nehmen wollen und durch Städte, die keine Städte mehr sind, urban zerfurchte Landschaften bestenfalls. Heute hier, morgen dort, immer in Bewegung. Was ist das Leben schließlich anderes als eine fortwährende Reise, eine Wanderschaft durch Zeit und Raum. Das wussten die Menschen lange bevor Romantiker vom Schlage eines Franz Schubert oder Caspar David Friedrich das Wandern für sich und uns neu entdeckten.

»Der Ursprung des Daseins ist die Bewegung. Folglich kann es darin keine Bewegungslosigkeit geben, denn wäre das Dasein bewegungslos, so würde es zu seinem Ursprung zurückkehren, und der ist das Nichts. Deshalb nimmt das Reisen nie ein Ende, nicht in der höheren und auch nicht in der niederen Welt.« So Ibn al-Arabi, ein gelehrter Philosoph und Theologe, um 1200 n.Chr. Unterwegs bleiben – so die Parole. Alles andere läuft auf eine Art von Nihilismus wider Willen hinaus. Und den kann ich mir im Moment weiß Gott nicht leisten.

tado ink | 11.05.2012 | Logbuch
comments powered by Disqus